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Der Report der Magd ist ein Science-Fiction-Roman der kanadischen Autorin Margaret Atwood.

HandlungBearbeiten

Die Vereinigten Staaten von Amerika in naher Zukunft: Nukleare Katastrophen haben bei vielen Menschen zu einer Sterilität geführt. Bei einem Staatsstreich durch die Söhne Jakobs, eine christlich-fundamentalistische Gruppierung, werden der Präsident und alle Mitglieder des Kongresses ermordet und die Verfassung außer Kraft gesetzt. Die Armee erklärt den Notstand, Zeitungen werden zensiert und Straßensperren eingerichtet. Die Republik Gilead wird gegründet. Dabei wird insbesondere die Stellung der Frau neu definiert: Frauen dürfen kein Eigentum besitzen und haben sich dem Mann vollständig unterzuordnen. Ihr Eigentum fällt an den nächsten männlichen Verwandten. Die einzige Aufgabe und Pflicht der Frau ist das Gebären von Kindern.

Desfred (im Englischen: Offred) ist die Hauptfigur des Buches. Die Geschichte wird aus ihrer Sicht erzählt. Desfred ist eine Magd und eine der wenigen fruchtbaren Frauen. Ihre Aufgabe im Haus des Kommandanten ist es, ein Kind für den Kommandanten und seine angeblich unfruchtbare Frau, Serena Joy, auszutragen. Sie lebt ein unglückliches und einsames Leben und denkt immer wieder an ihre kleine Tochter und an Luke, ihren Mann, von denen sie gewaltsam bei einer gescheiterten Flucht getrennt wurde.

Dass Desfred nicht schwanger wird, liegt höchstwahrscheinlich am Kommandanten, der möglicherweise unfruchtbar ist. Dessen Frau will jedoch unbedingt ein Kind haben. Sie arrangiert Treffen mit Nick, dem Chauffeur des Kommandanten, und Desfred. Von Nick soll Desfred schwanger werden. Diese Treffen gehen schnell in eine illegale, heimliche Beziehung über, in der beide ihr Leben riskieren. Desfred wird wirklich schwanger, sagt es jedoch nur Nick.

Eines Tages kommt die Polizei Gileads, um Desfred zu holen. Nick scheint dies arrangiert zu haben, und Desfred vermutet, dass er ein Geheimagent des Regimes ist und sie denunziert hat. Die Polizisten sagen, die Magd sei wegen Ungehorsams und Verachtung ihrer Pflichten zum Tode verurteilt. Nick teilt ihr mit, die Polizisten seien Mitglieder von Mayday, einer geheimen Widerstandsbewegung, die sie nach Kanada schmuggeln werde, wo Gilead sie nicht mehr erreichen könne. Desfred wird weggeführt, weder sie selbst noch die Leser wissen, wohin sie wirklich geht und was mit ihr später passieren soll.

Der Anhang des Buches spielt zu einer späteren Zeit in einer Universitätsvorlesung. Der Professor hält eine Vorlesung zu dem „Report der Magd“. Dieser sei zusammengestellt worden aus Tonbandaufnahmen, die man gefunden habe. Nachforschungen haben ergeben, dass Desfred die Flucht wohl gelungen ist und dass sie ihre Tonbandaufnahmen in einem Versteck aufgenommen hat, um Informationen über diese Zeit und das Leben zu dieser Zeit festzuhalten. Ihr Werk scheint nicht der einzige Fund zu diesem Thema zu sein. Mehr lässt sich nach Auffassung der Professoren über ihr Verbleiben jedoch nicht sagen.[1]

VerfilmungenBearbeiten

AuszeichnungenBearbeiten

  • 1985: Governor General’s Award for English language fiction
  • 1987: Arthur C. Clarke Award

NominierungenBearbeiten

  • 1986: Booker Prize (Shortlist)
  • 1986: Nebula Award (Shortlist)
  • 1987: Prometheus Award

QuellenBearbeiten

  1. https://de.wikipedia.org/wiki/Der_Report_der_Magd